Aus erster Hand - die Bahn sieht alles anders!

  • Veröffentlicht am: 15. April 2016 - 10:42

Aktuelles zur Bahntrasse

Die [box]Grünen[/box] in Seelze haben sich nach Bekanntwerden des Bundesverkehrswegeplanes 2030 und der darin eingezeichneten Bahntrasse durch mehrere Stadtteile von Seelze mit den für Seelze zuständigen grünen Landtags- und Bundestagsabgeordneten in Verbindung gesetzt.

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it der Landtagsabgeordneten [u]Mareet Westphely[/u] haben am 14.04.2016 Knut Werner(Fraktionsvorsitzender Rat der Stadt Seelze) und Ralf Marter(Vorsitzender des Ortsverbands Seelze der Grünen) den parlamentarischen Nachmittag im Landtag aufgesucht und konnten Vertreter der Deutschen Bahn zu der im Plan stehenden Trasse befragen. Die Antwort war deshalb so spannend, weil die Vertreter der Deutschen Bahn darlegten, dass Sie die veränderte Trassenführung in Seelze nicht vorgeschlagen haben und wie wir auch ablehnen würden. Die Bahn würde daher eine entsprechende ablehnende Stellungnehme an das Bundesverkehrsministerium nach Berlin senden. Die Begründung der Bahn ist folgende: Zwischen Wunstorf und Minden hat die Bahntrasse lediglich zwei Gleise, östlich und westlich davon 4. Die Bahn will mit anderen Mitteln den auf dieser Strecke laufenden Güterverkehr, der Richtung Osten Deutschlands und Europa führt, weiträumig von dieser Strecke verbannen und ihn über die Strecke Paderborn, Kassel und weiter Richtung Osten führen. Dann würde der Bogen über Hannover ausgespart. Das sei möglich, wenn eine Kasseler oder Speeler Kurve gebaut werde. Denn Kassel hat einen Sackbahnhof. Die aus dem Westen kommenden Güterzüge müssten nach Kassel hineinfahren, die Loks würden umgesetzt und dann ginge es Richtung Osten weiter. Für die Züge aus Richtung Osten kommend gilt dasselbe. Durch die Bau der genannten Kurve würde der Sackbahnhof in Kassel umfahren und die Züge könnten ohne Halt von West nach Ost Richtung Leipzig, Dresden, Berlin oder Tschechien etc und umgekehrt fahren. Dadurch spare man eine knappe Stunde Fahrzeit ein. Man benötige dann den Umweg über den Norden, also über Hannover und von dort wieder Richtung Osten bzw Südosten nicht mehr und entlaste daher die Ost-Weststrecke über Hannover von diesen Güterzügen. Dann brauche man die im Plan vorgesehene Strecke in Seelze nicht mehr.

Diese Information haben Ralf Marter und Knut Werner auf der Info-Veranstaltung der Stadt Seelze am 14.04.2016 erläutert. Es ist daher zu hoffen, dass das Bundesverkehrsministerium der Deutschen Bahn als Dienstleister folgt und eine neue Trassenführung quer durch Seelze ablehnt. Doch dies ist ungewiss. Deshalb muss es das Ziel sein, die neue Trassenführung in Seelze mit allen Mitteln schon jetzt aus dem Bundesverkehrswegeplan zu eliminieren. Jeder Einwohner, alle Unternehmen, Verbände und Unternehmen kann bis zum 02.Mai 2015 Bedenken und Anregungen äußern an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Referat G 12, Invalidenstraße 44 in 10115 Berlin, Stichwort „BVWP 2030“. Davon sollten alle gebrauch machen.

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